Information und Vernetzung

Nachbarschafts- und Gemeinwesenarbeit des Kotti e.V.

Die Nachbarschaft rund um das Kottbusser Tor befindet sich in ständiger Veränderung und Aushandlung unterschiedliche Bedürfnisse. Der Kiez hat eine lange Tradition des nachbarschaftlichen Engagements mit Vereinen, Institutionen und Initiativen. In ihrer Reichhaltigkeit an Gemeinwesenarbeit gibt es eine Vielzahl an Angeboten im Bereich Bildung, Freizeit und Kultur.

Wir arbeiten im QM Gebiet Zentrum Kreuzberg/Oranienstraße und sind vernetzt mit benachbarte Quartieren, wie QM Wassertorplatz, QM Mariannenplatz, den Wrangelkiez und den Greafekiez und bringen uns  je nach Thema, Bedarf und Möglichkeit ein.

„Gemeinwesenarbeit ist ein prozessorientiertes, partizipatives und interdisziplinäres Arbeitsprinzip der Sozialen Arbeit, das darauf abzielt, gemeinsam mit den Menschen in Stadtteilen nachhaltige Verbesserungen ihrer Lebenssituation zu erreichen. GWA orientiert sich an den Bedürfnissen und Interessen der in einem Stadtteil lebenden Menschen und fördert die Teilhabe der Menschen am ökonomischen, politischen, sozialen und kulturellen Leben.“ (Quelle: http://www.partizipation.at/gemeinwesenarbeit.html)

„Gemeinwesenarbeit richtet sich ganzheitlich auf die Lebenszusammenhänge von Menschen. Ziel ist die Verbesserung von materiellen (z.B. Wohnraum, Existenzsicherung), infrastrukturellen (z.B. Verkehrsanbindung, Einkaufmöglichkeiten, Grünflächen) und immateriellen (z.B. Qualität sozialer Beziehungen, Partizipation, Kultur) Bedingungen unter maßgeblicher Einbeziehung der Betroffenen. GWA integriert die Bearbeitung individueller und struktureller Aspekte in sozialräumlicher Perspektive. Sie fördert Handlungsfähigkeit und Selbstorganisation im Sinne vom kollektiven Empowerment sowie den Aufbau von Netzwerken und Kooperationsstrukturen. GWA ist sowohl immer Bildungsarbeit als auch sozial- bzw. lokalpolitisch ausgerichtet.“ (Quelle: Handbuch Gemeinwesenarbeit Troxler)

Austausch – Begegnung – Freizeit – Information – Kultur – Bildung

  • Austausch und Treffpunkt
  • Informations –und Bildungsangebote zu unterschiedlichen Themen mit Fachleuten
  • Kennenlernen von Projekten und Angeboten im Kiez durch gemeinsames Aufsuchen
  • Stärkung der Selbsthilfe
  • individuelle Beratung und Unterstützung bei Alltagsproblemen
  • individuelle Unterstützung bei Bewerbungsschreiben für Ausbildung und Beschäftigung und Infos über Ausbildungs- und Qualifizierungsangebote
  • Stadterkundungen zur Freizeit -und Kulturangeboten

Teilhabe an Bildung und am soziokulturellen Leben ist die Voraussetzung für eine gleichberechtigte Partizipation an der Gesellschaft. Information und Transparenz über Lebenssituationen, Rollenverständnis, berufliche Weiterentwicklung, Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper und Gesundheit, Erziehungsziele und -inhalte bauen Vorurteile ab und fördern die gesellschaftliche und die aktive Teilnahme an sozialräumlichen Entwicklungen.

Nachbarschaftliche Begegnungen

Eine besondere Bedeutung haben die nachbarschaftlichen Begegnungen. Neben den Beziehungen innerhalb des eigenen Kulturkreises ist der Austausch mit anderen Kulturen und Lebenswelten ein wesentlicher Bestandteil für den interkulturellen Dialog. Diese Begegnungen dienen dazu, sich gegenseitig kennen zu lernen, Gemeinsamkeiten zu entdecken und Vorurteile abzubauen.

Aktiv miteinander im Kiez

Die Nachbarschaft rund um das Kottbusser Tor befindet sich in ständiger Veränderung und Aushandlung unterschiedliche Bedürfnisse. Der Kiez hat eine lange Tradition des nachbarschaftlichen Engagements mit Vereinen, Institutionen und Initiativen. In ihrer Reichhaltigkeit an Gemeinwesenarbeit gibt es eine Vielzahl an Angeboten/Aktionen/Themen in Bereich wie zum Beispiel Bildung, Stadtentwicklung, Integration, Gesundheit,  Freizeit und Kultur. Wir unterstützen mit unserem Schwerpunktbereich „Information und Vernetzung“ diese Arbeit durch die strategische Vernetzung von unterschiedlichen Akteur*innen und Angebote und organiseren dazu eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit, damit noch mehr Menschen erreicht werden können.

Auf folgende Netzwerkebenen arbeitet der Kotti e.V.:

  • Ebene I: ein strategisches Netzwerk (langfristig; Ressourcen verbinden, Zugang und Austausch von Wissen)
  • Ebene II: Projektnetzwerk (zeitlich befristet; etwas Neues in spezifischem Bereich themenbezogen Entwickeln) – Projekteplenen,  Workshops etc.
  • Ebene III: Informationsnetzwerk, virtuelles Netzwerk rundumkotti.de, Informationsmails (Newsletter) und Informationenveranstaltungen im Rahmen des Verbundes „Planungsräume neu vernetzt“

Der Schwerpunktbereich „Information und Vernetzung“ wurde durch das Projekt „Gemeinwesennetzwerk@kotti“* unterstützt. Das Netzwerk wurde in einem Zeitraum von zwei Jahren seit 2017 von Kotti e.V. mit Mitteln der Sozialen Stadt aufgebaut. Die partizipierenden Akteure engagieren sich in gemeinwesenorientierten Initiativen, Vereinen, Institutionen, Gruppen und AGs im und angrenzend zum Quartiersgebiet. Diese finanzielle wichtige Ressource gibt es seit 01-02.2019 nicht mehr und der Schwerpunktbereich hat sich auf folgende Formate konzentriert.

  1. Informationsplattform www.rundumkotti.de “Wenn nicht jetzt, wann dann ?” Wir werden gemeinsam sichtbar!

Neben herkömmlichen Öffentlichkeitsmaterialien (Flyer etc.) wurde mit den Netzwerkpartnern*innen über die Möglichkeit des medialen gemeinsamen Handels über eine Internetplattform diskutiert, zu der alle Zugang haben und die Informationen sowie Termine in das Gemeinwesen hinein kommuniziert werden.  Diese Infoplattform für Vernetzung, Sichtbarkeit und Transparenz dient dazu Aktuelles zu erfahren, wie zum Beispiel wann Netzwerktreffen, Gremien und interessante Veranstaltungen, die den Kiez und die alltägliche Arbeit der Akteur*innen inhaltlich berühren, stattfinden. Es können die themenorientierten gefilterten Kiezthemen auf einen Blick eingesehen werden und Beteiligungs- und Partizipationsmöglichkeiten im Kiez entdeckt werden

  1. Informationsformat “Sichtbarkeit, Transparenz und Kommunikation.” (Planungsräume neu vernetzt) – „Es ist immer gut voneinander zu wissen und was gerade wo zum gleichen Thema läuft.“

Dieses gemeinsam veranstaltete Informationsformat hat sich zum Ziel gesetzt ein bestimmtes Thema, von der Senatsebene bis zur Initiativebene, zu beleuchten und allen Interessierten weiterführende Links zur Verfügung zu stellen. Für die Veranstaltung haben wir (Netzwerkstelle Wrangelkiez, Stadtteil- und Gemeinwesenarbeit Reichenberger Kiez , Gemeinwesen – Netzwerkarbeit Kotti e.V. und Wohnscouting) einen Fokus auf die bezirkliche Ebene gelegt. Die Veranstaltung soll der Start für ein neues Veranstaltungsformat sein. Im Rahmen unseres gemeinsamen Ziels: „Planungsräume neu vernetzt“ soll dieses Format kiezübergreifende Themen zusammen bearbeiten. Es soll Transparenz schaffen und Prozesse und Strukturen sichtbar machen. Wir wollen aufzeigen wer mit wem redet, was geplant ist und was noch gebraucht wird. So wollen wir eine Plattform schaffen, um Akteur*innen und Nachbar*innen aufzuzeigen welche Orte, welche Gruppen-Konstellationen, welche Konzepte, welche Fragen und Herausforderungen zu den Themen auftreten. Unsere Themen: Wie wohnen Geflüchtete in Friedrichshain – Kreuzberg, Wie sieht unsere Verkehrswende aus?, Kiez Digital – Was müssen wir wissen? Es gibt die Möglichkeit je nach Thema als Projekt, Verein, Person, Initiative etc. die Veranstaltungen mitzugestalten und ebenso mit einem Thema an uns heranzutreten. Der Output erschließt sich aus drei Teilen: Inputs & Diskussion & Vernetzung, Informationen Stellwände (Bezirk, Senat, Projekte und Initiativen, Studien), Öffentliche Dokumentation von 1 und 2. Drei zeitliche Perspektiven werden betrachtet: Was gibt es? Akteur*innen (*Nachbarschaft, Initiativen, Projekte, Vereine etc.) die schon aktiv zum Thema agieren., Was ist geplant? Akteur*innen* – Projekte in Planungsprozessen, Was braucht es noch? Offenen Fragen,  Herausforderungen etc.

  1. Vernetzungsteilnahme und Wissenstransfer – Teilnahme an Gremien, Netzwerken, informellen Gruppen und Festen im Kiez

Das STZ ist vertreten bei regelmäßigen Gremien, Netzwerken, informellen Gruppen und Feste im Kiez (Sozialraum AG 36, Sozialraum AG 1, AG-Bildung  –  Bildungsnetzwerk@kotti, Bezirksveranstaltung, BVV und Ausschüsse, informelle Gruppen, Initiativen, Kiezversammlungen, Fachtagungen und Informationsveranstaltungen im Kiez)  Die Informationen aus den Gremien etc.  werden auf der Infoplattform sichtbar gemacht, bei anderen Vernetzungstreffen weitergegeben oder bei der aufsuchenden Arbeit besprochen.

4. Kiezthema  – Themenschwerpunkt für 3 Monate im Kiez “Wenn nicht jetzt, wann dann ?” Wir werden gemeinsam sichtbar!

Alle relevanten und interessanten Aktionen, Informationen (Textbeiträge) und regelmäßigen Angebote, die mit den Kiezthemen im Kiez zu tun haben, werden gesammelt und gebündelt sichtbar gemacht. Die gewählten Kiezthemen bestimmten seit längerer Zeit verschiedene Gremien, Nachbarschaftsrunden, Aktivierende Befragungen, Thementische und Projektausschreibungen. Wir greifen sie gemeinsam auf und versuchten so die Ressourcen im Kiez sichtbar zu machen und die Akteure untereinander noch näher zu bringen. Dieses Format ist verbunden mit dem Informationsformat “Sichtbarkeit, Transparenz und Kommunikation.” (Planungsräume neu vernetzt)

Kiezthemen 2017: Sauberkeit und Sicherheit

Kiezthemen 2018: Wohnen und Gesundheit

Kiezthemen 2019: Geflüchtete, Verkehr und Digitalisierung

Kiezthemen 2020: Obdachlosigkeit